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29.07.10 15:40 Alter: 8 Jahre
Von: oje sh:z

Habecks Reise in die schleswig-holsteinische Geschichte


Robert Habeck (links) am Danewerk mit Landesmuseums-Chef Claus von Carnap-Bornheim und Nis Hardt, Leiter des Danewerk-Museums (rechts). Foto: shz

Robert Habeck (links) am Danewerk mit Landesmuseums-Chef Claus von Carnap-Bornheim und Nis Hardt, Leiter des Danewerk-Museums (rechts). Foto: shz

Das Danewerk, Schloss Gottorf, das Landesarchiv und das Volkskunde-Museum auf dem Hesterberg: Robert Habeck, der Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Landtag, nutzt die Sommerferien für eine Reise durch markante Stationen der schleswig-holsteinischen Geschichte. In den Mittelpunkt stellt er dabei die Ereignisse rund um die Nationalitäts- und Freiheitskämpfe der 1840er Jahre. Gestern war Habeck in Schleswig und Umgebung. Sein Ziel: die Geschichte von nationalen und konservativen Deutungen befreien. Dabei gibt Habeck offen zu, dass er bis vor kurzem regionalhistorisch recht ahnungslos war, obwohl er in Lübeck geboren wurde, in Kiel aufwuchs und jetzt bei Flensburg wohnt. "Landesgeschichte wirkte auf mich immer erdenschwer, dumpf und sehr national." Erst mit Beginn seiner Arbeit als Politiker in Kiel habe er die Bedeutung begriffen. Als Beispiel nennt er den Plan der Landesregierung, die Mittel für die dänischen Schulen zu kürzen. "Wer sich der historischen Dimension stellt, vermeidet solche Fehler."

Habecks Rundreise begann in der vergangenen Woche am Lornsen-Denkmal auf Sylt. Von dort ging es weiter zum dänischen Generalkonsulat in Flensburg und nach Kiel zur Landesbibliothek. Weitere Stationen sind unter anderem die Feste Friedrichs ort und das Theodor-Storm Haus in Husum. Der Grünen-Politiker hat festgestellt, dass die Geschichtswissenschaft "sehr, sehr viel weiter ist als das öffentliche Bewusstsein". So sei die Auffassung noch immer weit verbreitet, dass der Leitspruch "up ewig ungedeelt" seit dem Mittelalter für die Untrennbarkeit von Schleswig und Holstein stehe. Dabei sei diese Deutung des Ripener Vertrags von 1460 eine deutsch-nationale Erfindung des 19. Jahrhunderts.


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